Boards
Jedes ESP32-S3-Board mit SX1262 (Heltec WiFi LoRa 32 V3, LilyGo T3-S3 und ähnliche). Flashe die Kachel ESP32-S3 + LoRa im Web-Flasher. Die Firmware erkennt das Funkmodul beim Start; ohne eines erscheinen die LoRa-Bildschirme einfach nicht.


1. Emergency-Modus (kostenlos, in beide Richtungen)
Wenn der Node seinen Uplink verliert (Wi-Fi tot, ISP ausgefallen), parkt er auf dem Heimkanal und sendet alle paar Minuten bis zu vier Messwerte deiner Wahl: Temperatur, einen Ventilzustand, einen Textstatus — alles, was der Node als Entität hat. Werte sind kompakt (ASCII, 8 Zeichen).
Wer es hört, liefert es. Ein anderer Node oder ein LoRaWAN-Gateway mit dem Sensmos-Agent leitet den Frame über sein eigenes Internet weiter. Du bekommst einen Push und ein Emergency-Panel in der App: die Messwerte mit ihrem Alter, wer sie gehört hat, und ein Befehlsfeld.
Befehle zurück. Aus dem Panel kannst du einen kurzen Befehl senden (bis zu 8 Zeichen, z. B. water_off) — signiert mit deinem Wallet, begrenzt auf 4 pro Stunde. Das Netzwerk wählt einen Node in Reichweite deines Nodes, der ihn sendet; dein Node führt ihn lokal aus (Webhook, MQTT, eine Skript-Aktion) und bestätigt in seiner nächsten Aussendung. Die Latenz ist ein Sendezyklus, ein paar Minuten.
Einschalten: Node → Einstellungen → LoRa → Emergency: bis zu vier Entitäten wählen, optional einen Webhook, den der Node beim Eintreffen eines Befehls aufrufen soll (POST JSON oder GET, z. B. eine UniFi- oder Shelly-URL). Das Emergency-Panel erscheint automatisch auf der Node-Karte, wenn der Node verstummt.
2. Deine eigenen LoRa-Sensoren (Frames)
Jeder LoRa-Sender — ein ESPHome-Board, ein selbstgebauter Sensor — kann einen kleinen Frame an deinen Node adressieren. Der Frame trägt die ID des Nodes und eine Sub-Adresse (1–255), sodass ein Node viele Sensoren bedienen kann.
- Verschlüsselt (empfohlen): Sensor und Node teilen sich eine Schlüsselphrase. Der Node entschlüsselt; der Server sieht nur „ein Frame für Node X" und leitet ihn weiter. Die Entschlüsselung passiert auf deinem Node, in offener Firmware, die du lesen kannst.
- Klartext (Opt-in): wird nur akzeptiert, wenn du es einschaltest, denn jeder, der deine Node-ID kennt, könnte einen senden. Gut für Spielereien und reine Telemetrie; nie für Aktoren.
Frames landen in der LoRa-Inbox des Nodes (App: Node → Einstellungen → LoRa → Inbox), auf MQTT (lora_frame, lora_frame.N pro Sensor) und in Home Assistant als Sensoren und Events. Eine Zustellbestätigung (nur Metadaten) sagt dem Netzwerk, dass der Frame angekommen ist.
Von irgendwem gehört, an dich geliefert. Ist dein Sensor außerhalb der Reichweite deines eigenen Nodes, aber ein anderer Node oder Gateway hört ihn, erreicht der Frame deinen Node über das Internet. Dein Node muss seine Sensoren nicht selbst hören.
Einschalten: Node → Einstellungen → LoRa → Frame-Empfang: Schlüsselphrase setzen, optional Klartext-Frames erlauben.
3. An einen Sensor senden
lorasend auf dem Node (App: Einstellungen → LoRa → Senden, oder der HA-Dienst sensmos.lora_send) sendet einen Frame an einen deiner eigenen Sensoren: Ziel = dein Node, Sub = der Sensor. Nur der eigene Node des Sensors sendet an ihn — es gibt kein Weiterleiten über fremde Funkmodule. Senden an einen anderen Node läuft über das Internet, und das Funkmodul dieses Nodes macht den letzten Hop.
Frame-Format (für Sensorbauer)
plain: [0xE0][0x02][flags][dst 4B][sub 1B][payload ≤128 B][CRC32 LE]
encrypted: [0xE0][0x02][flags][dst 4B][sub 1B][nonce 4B][AES-256-CTR(payload+CRC32)]
flags Bit0 = AES, Bit1 = „letzter Hop" (nur vom Node gesetzt, wenn er an einen Sensor sendet). Schlüssel = SHA-256 der Schlüsselphrase. Funk: 868.1 MHz (EU) / 903.9 MHz (US), BW 125 kHz, SF11, CR 4/5, Sync 0x34. Vollständige Spezifikation inkl. Duty-Cycle-Pflichten und Regeln auf Sensorseite: API & Protokolle.
Gateways als zusätzliche Ohren
Ein LoRaWAN-Gateway, den du schon betreibst (Helium, TTN, privat), kann für das ganze Netzwerk hören: Ein passives Skript auf dem Gateway meldet, was der Packet Forwarder empfängt, gekoppelt über einen Sensmos-Node im selben LAN. Am Gateway ändert sich nichts. Einrichtung in zehn Minuten: LoRaWAN-Gateway.
Rollen: Point und Scanner
Das Netzwerk weist jedem Funk-Node eine Rolle zu. Ein Point bleibt rund um die Uhr auf dem Heimkanal — das verlässliche Ohr für Notfälle und Sensoren. Ein Scanner durchläuft Kanäle und tastet das Spektrum ab (Rauschen, Belegung, fremder LoRa-Verkehr) und springt auf den Heimkanal, wenn er etwas zu senden hat. Beide melden, was sie hören; die Funkkarte siehst du auf der Live-Karte.

Preis
| GALU / Nutzungstag | Wohin es geht | |
|---|---|---|
| Emergency-Modus, Befehle, Panel | 0 — immer | — |
| Verschlüsselte Frames empfangen | 0,7 | 70% an den Besitzer des ersten fremden Nodes, der deinen Sensor an diesem Tag gehört hat, 30% Reward-Pool |
| Klartext-Frames empfangen (Opt-in) | 0,5 | ebenso |
| Vom Funkmodul deines Nodes senden | 0,8 | Reward-Pool |
Einmal berechnet an einem Tag, an dem du die Funktion nutzt; bei leerem Guthaben wird nichts blockiert. Siehe Wallet & Gebühren.